Staffordshire Bullterrier



Staffordshire Bull Terrier sind unzweifelhaft und offensichtlich die Nachfahren jener Bull-and-Terrier-Schläge, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts vornehmlich in Staffordshire, aber keineswegs nur dort, für die nach heutigen Maßstäben, ebenso Rüden wie abstoßenden Vergnügungen der Briten jener Epoche gezüchtet wurden.

Bull and Terrier waren Kreuzungsprodukte aus den altenglischen Bulldog und verschiedenen Terrierrassen jener Zeit. Das äußere Erscheinungsbild der Ursprungsrassen der Staffordshire-Vorläufer hat mit den Rassen, die heute ihre Namen tragen, nur wenig gemeinsam.

Das Mutterland der Bull and Terrier ist England, wo diese allmählich, in den 20er Jahren zur Rasse herangereifte. In den folgenden Jahrzehnten gingen die illegalen Hundekämpfe zurück. Dann begann sich die Rassenbezeichnung Staffordshire Bull Terrier durchzusetzen. Die englische Ordnungsbehörde ging gegen die Hundekämpfe rigoros (leider nicht immer erfolgreich) vor. Kenner dieser Rasse waren der Überzeugung, einen Club für Staffordshire Bull Terrier zu gründen und einen Rassestandard aufzustellen. Die Anerkennung durch den "Kennel Club" war hierfür notwendig. Die alten Bewunderer der "Kämpfer" fanden dies zwar nicht gut, aber die Vernunft siegte auf breiter Front.


Als der Kennel Club diese Rasse anerkannt hatte, konnten die StaffBull Terrier am 20. Juni 1935 erstmals in Hatfield an einer Open Show als anerkannte Hunderasse teilnehmen. Es dauerte nur 3 Jahre, um die Voraussetzungen für den Champion- Status und die zu erfüllenden 750 rassereinen StaffBull Terrier Eintragen zu erreichen.

Der Beliebtheitsgrad in England dieser Rasse stieg unaufhaltsam. Anfang der 80er Jahren gab es 4000 Kennel Club Eintragungen.

StaffBull's verkörpern ein Spektrum von Eigenschaften. Der Hundekampf hat den Staffordshire Terriern diese Wesensmerkmale beschert, welche sie unter den Terrierrassen einzigartig machen. Sie besitzen Menschenbezogenheit und Menschenfreundlichkeit (was vom Bulldogerbe herrührt), hohe Sensibilität und den menschlichen Willen ihren Rudelmitgliedern zu gefallen. Sie spüren, was ihre Rudelmitglieder von ihnen erwarten, was auch bedeutet, dass sie mit Leichtigkeit instrumentalisierbar sind.


Typische Staffordshire Terrier sind furchtlose, mit hoher Reizschwelle ausgestattete und außerordentliche Kraftpakete. Sie vertrauen ihrer Kraft und haben somit viel Selbstvertrauen, was sie unerbittlich im Falle einer Herausforderung macht. Gleichzeitig sind sie sanft und sensibel, auffallend fröhlich und unglaublich liebevoll im Umgang mit Kindern. Sie sind äußerst verspielt und zuverlässig.

Sollte eine hartnäckige Beharrlichkeit eines Staff's auf ein Ziel richten und dieses Ziel dem Halter nicht bevorzugt werden, sollte in jedem Falle eine liebevolle, aber unbedingt konsequente Haltung geboten.

Der Staffordshire Terrier ist ein idealer Kinderhund. Es ist erstaunlich, was sich diese Tiere alles gefallen lassen, ohne durch akustische oder gar spürbare Weise zu reagieren. Die Ausdauer mit der sie sich um Kinder kümmern und mit ihnen spielen ist einzigartig.

Es wird davon abgeraten, seinen Staff zu einem Schutzhund auszubilden, da der Schutzinstinkt durch die Menschenbezogenheit schon von Natur aus vorgegeben ist. Um sicher zu gehen, dass der Hund nicht nur seiner Intuition folgt, sollte man eine Begleithundprüfung mit ihm ablegen. Dies empfehlen auch der DCBT und der GBF, die übrigens auch eine Verhaltensprüfung anbieten.

Größe: Schulterhöhe 35,5 bis 40,5 cm

Gewicht: Rüde: 12,7 bis 17 kg, Hündin 11 - 15,4 kg

Fell / Farbe: Glattes, dichtes und kurzes Haar; Rot, Falb, Schwarz, Blau oder eine dieser Farben mit Weiß, gestromt in allen Schattierungen und gestromt mit weiß