Quax

Schäferhund Mix
männlich kastriert
geb. ca. 04/2014

Update vom 11.06.2020:

Bei einer erneuten Kontrolluntersuchung seiner Augen wurde ein schleichender Verlauf seiner Erkrankung festgestellt. Wir hoffen durch die neue Diagnose, dass er noch länger wie ursprüglich gedacht sehend am Leben teilnehmen kann.


Stand: 27.12.2019

Unser Notfall Quax

Die Lebensgeschichte von unserem Quax begann an sich sehr vielversprechend. Der bildhübsche Rüde hatte das Glück, bereits als Welpe von einer Tierschutzorganisation aus dem Ausland nach Deutschland in eine Familie vermittelt zu werden, wo er seine fünf ersten Lebensjahre verbringen durfte. Leider trennte sich die Familie und es war nicht mehr wirklich Zeit für ihn. Zudem gab es wohl immer größere Probleme mit dem vorhandenen älteren Rüden und letztendlich entschloss man sich, Quax ins Tierheim abzugeben. Vielleicht auch sein Glück? - Denn den Grund für sein Verhalten suchte man zum großen Nachteil von Quax nicht und vielleicht hätte man sich bereits ab da ganz speziell auf Quax einstellen können.

Beim Kennenlernen von Quax in der Umgebung des Tierheimes war schnell eines klar, er ging offener auf Frauen zu, bei Männern musste man vorsichtiger sein. Man konnte aber durch ein ruhiges, freundliches und souveränes Auftreten ihm gegenüber sein Vertrauen relativ schnell gewinnen. Quax erweist sich bei ihm vertrauten Pflegern und Gassigehern als umgänglicher und freundlicher Hund, der gerne im Auslauf herumtobt und Freude an Spaziergängen hat. Da sich Quax im Umgang mit Rüden nicht von seiner besten Seite zeigt, wurde er im Tierheim kastriert.

Nachdem einigen von uns das manchmal etwas ungewöhnliche Verhalten bei Quax aufgefallen war, ging es mit ihm zu ärztlichen Untersuchungen, um ganz speziell das Augenmerk auf seine Augen zu legen. Leider bewahrheitete sich der Verdacht noch schlimmer als erwartet: Quax wird Ende 2020 vollständig erblindet sein. Es handelt sich bei ihm um eine Netzhautablösung an beiden Augen. Den Hoffnungsschimmer, daß eine Operation sein Augenlicht retten könnte, gibt es nicht - es ist inoperabel! Quax sieht derzeit alles bereits schemenartig. Er empfindet keine Schmerzen und auch eine medikamentöse Behandlung ist aussichtslos. Das Schlimme ist, dieser Prozess hat bereits vor 3 Jahren - also bereits zu der Zeit, wo er noch in der Familie gewohnt hat - begonnen. Man kann sich wohl denken, zu wie vielen Missverständnissen es bereits dort gekommen ist, und Quax der Leidtragende war, der letzten Endes immer die Schuld bekam und bestraft wurde, für etwas, was gar nicht sein Verschulden war. Wir wissen mit dieser Diagnose nicht, wie er im Tierheimalltag zurecht kommen wird - deshalb rennt ihm und uns, die sich um Quax sorgen, die Zeit davon. Quax ist über Nacht und mit dieser Diagnose für uns zum Notfellchen geworden! Und wir können nur hoffen, dass er mit seiner Blindheit zurechtkommen wird, wenn der Tag X gekommen ist.

Was können wir als Tierheim für Quaxi tun? Es muss uns gelingen, dass passende Zuhause in den nächsten Wochen zu finden. Quax ist noch so jung - gerade mal fünf Jahre alt - er hat noch sehr viele Jahre vor sich. Wer traut es sich zu, unserem Quax ein passendes Zuhause zu bieten, wo er sein weiteres Leben verbringen kann, mit Menschen, die ihn mit seiner Behinderung so nehmen wie er ist und auch dementsprechend auf ihn eingehen. Quax ist ein agiler Hund, der Rennen und Toben möchte - wie wird es in einem Jahr aussehen ..... ? Wird er am Tierheimalltag zerbrechen? Wo da draußen sind die passenden Menschen, die Quax ein neues Heim bieten können. Die Vermittlung von Quax kann nur in ein ruhiges Zuhause sein, wo er Einzelhund ist - auch Katzen sollten tunlichst nicht im Haushalt vorkommen. Sollten Kinder in der Familie leben, sollten diese unbedingt im Teenageralter sein und bereit sein, im Umgang mit einem Handicap-Hund einige Verhaltensregeln zu beachten. Das hektische laute Leben in einer Stadt ist für Quax mit seiner Behinderung ein absolutes No Go. Quax ist ein lauffreudiger Hund, welcher auch gerne mal mit einem Spielzeug eifrig seine Runden im Auslauf dreht. Daher wäre ein sicher eingezäunter Garten ein Traum. Und natürlich wäre Hundeerfahrung - vielleicht, dass man sogar schon mal einen blinden Hund hatte - von großem Vorteil.

Das Leben von Quax wird sich komplett verändern und wir Menschen müssen ihm - so gut es geht - hierbei beistehen. Er wird Kommandos, wie "Vorsicht", "Warte", "Achtung", "Treppe" usw. erlernen müssen, um im Haus und Garten eigenständig leben zu können. Man kann seine Spielfreudigkeit durch behindertengerechtes Spielzeug (z. B. Ball mit einem Klingelton) entsprechend fördern.

Er muss SEIN ZUHAUSE finden, ihm rennt die Zeit davon, solange er noch halbwegs sehend durchs Leben geht, sein neues Zuhause erkunden kann und sich dann auch demzufolge als blinder Hund in dieser Umgebung zurechtfindet. Quax hat es so sehr verdient, in ein neues Leben zu starten, wo er zur Ruhe kommt und man ihm Schritt für Schritt in seine Blindheit hineinbegleitet. Wir geben für Quax die Hoffnung nicht auf! ... unser Tierheim darf besonders für ihn kein Zuhause auf Dauer sein ...



Alle unsere Hundefotos macht "Pepper Arts - Andreas Hellmann Fotografie" aus Forchheim - vielen herzlichen Dank!


AKTUELLES:
Nächster Tierheimtrödel
wird hier bekannt gegeben


Im Januar kein Trödel!


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